Bei notfallmässig eintretenden Patienten ist häufig die genaue Diagnose noch nicht gestellt. Es geht daher in erster Linie um die Problemidentifikation. Für die Erstmassnahmen ist es daher erforderlich, nach einem System zu arbeiten, das Befund- und nicht Diagnose-basiert ist.
Bewährt hat sich die Beurteilung nach ABCDE.
Das prinzipielle Vorgehen ist dabei immer gleich, je nach Notfallart kann die Bedeutung der einzelnen Buchstaben aber auch erweitert werden (z. B. bei Trauma, Reanimation etc.)
Grundsätze:
| Beurteilung nach ABCDE | Sofortmassnahmen | |
| A | ||
Achtung! |
Selbstschutz Bergung und Lagerung Atemwege freilegen / -halten (Wendel, Güdel, Intubation) HWS-Kragen |
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| B Belüftung / Atmung |
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| Thoraxbewegungen Asymetrien Hör- oder fühlbare Luftströmung aus Mund oder Nase SO2 Atemfrequenz Atemtyp Zyanose Halsvenenfüllung Hautemphysem Hinweise für Rippenfrakturen Atemgeruch |
Sauerstoffgabe |
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| C Circulation |
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| Puls vorhanden Pulsfrequenz Arrhythmien Blutdruck Hautfarbe Schwitzen Äussere Blutungen Körpertemperatur Kapilläre Reperfusionszeit |
Herzmassage Defibrillation Venöser Zugang / Volumentherapie Kompression von äusseren Blutungen |
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| D Disability (Neurologie) |
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| GCS, Amnesie, autopsychische, zeitliche und örtliche Orientierung Pupillen: Grösse, Reaktion, Anisokorie Blutzucker Krämpfe Urin- / Stuhlabgang Bewegung aller Extremitäten, seitengleich Gesichtsmimik Seh- und Hörstörungen Gesichtsfeldausfälle Schmerzerfassung |
Glucose i.v. Krampftherapie Schmerztherapie |
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| E Exposition |
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| Völlige Entkleidung, Inspektion auch am Rücken Hautveränderungen Verletzungszeichen Schwellungen Oedeme Hinweise für Intoxikation oder psychische Ursache Hypothermie verhindern |
Schutz vor Hypothermie |
ABCDE der Notfallmedizin